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Hier ein kleiner Auszug aus dem Gesamtprogramm zum  Sofort Lesen.

1: Digitale Seekarten

2: Elektronisches Logbuch

3: NauticTools

3: Empfang von Wetterdaten

Hilfsmittel zur modernen Navigation:   Ein Notebook mit GPS und digitaler Seekarte

                                                                                                                                                                        

Elektronisches Logbuch

                                                                                                                                                                        

Hilfsmittel  für allerlei Berechnungen: NauticTools

 

                                                                                                                                                                         

 

 

Empfang von Wetterdaten auf Kurzwelle


Gliederung

1 Vorbemerkungen

Es ist betörend einfach, Wetterdaten und Wetterkarten, die beispielsweise beständig vom "Deutschen Wetterdienst" (DWD) oder "Fleet Weather And Oceanographic Centre" (Norwood) auf Kurzwelle gesendet werden, im Bereich von Norddeutschland zu empfangen und per Soundkarte und PC zu dekodieren. Sich eine Wetterkarte mittels Handy und Internet auf den Laptop zu holen, ist im Vergleich weitaus komplizierter. Allein die Aussicht, fernab des Heimathafens eingeweht die Wetterdaten aus Deutschland und England zu jagen ... oder auch einen Törn anhand einer mehrfach am Tag abgestrahlten 5-Tage-Prognose planen zu können sind gute Gründe, sich mit dem Thema "Wetterdatenempfang auf Kurzwelle" zu beschäftigen.

Wenn hier von "Wetterdaten" die Rede ist, dann meine ich damit übergreifend solche Sendungen, die offiziell als "Telex-Dienst", Funkamateure würden stattdessen von "RTTY" sprechen, oder als "Faksimile Sendungen" (sprich: Fax) bezeichnet werden.


Wetterfax-Karte

Ein solch einwandfreies Exemplar an Wetterkarte zu empfangen, gelingt nicht immer. Oftmals muss man stärker verrauschte Karten hinnehmen, insbesondere dann, wenn nur ein einfacher Empfänger und keine gute (sprich: externe Langdraht-) Antenne zur Verfügung stehen.

2 Hardware: Empfänger und PC                            

Was braucht man, um auf Kurzwelle Wetterdaten empfangen zu können?

Man braucht...

  • einen SSB-fähigen Kurzwellen-Empfänger. Der Freqenzbereich eines klassischen "Weltempfängers" überstreicht den Frequenzbereich zwischen 150kHz und 30MHz.
  • einen PC (Laptop) mit Soundkarte, die einen externen Mikrofoneingang bietet, und Windows-Betriebssystem (ab W95, gut: Win2000). Das Linux-Dekodierprogramm rtty2.0 finde ich im Vergleich zu den Windowsapplikatioen leider vergleichsweise lausig.
  • ein Verbindungskabel (3.5mm-Stecker <---> 3.5mm-Stecker, ob mono oder stereo ist gleichgültig), über das der Ohrhöhrerausgang (besser: Line-Out) des Empfängers mit dem Mikrofoneingang (besser: Line-In) der Soundkarte verbunden wird.

Die Kernidee des Wetterdatendekodierens per PC besteht darin, die Töne am Ausgang des Radios abzunehmen und sie in den Audio-Eingang des Rechners einzuspeisen. Auf dem Rechner muss ein Programm installiert werden, das diese Töne dann entweder in (ASCII-)Texte der Wettermeldungen oder in die einzelnen Pünktchen einer Wetterkarte umsetzt.

Um zu sehen, ob das Ganze wie hier versprochen funktioniert, reicht für den Empfang in Norddeutschland ein beliebiger Empfänger, der SSB-fähig ist, mit Teleskopantenne aus, der schlicht auf dem heimischen Schreibtisch aufgestellt wird. Für meine ersten Experimente benutzte ich einen analogen SSB-Empfänger Grundig-Satellit 2400 aus dem Jahre 1980, den ich irgendwann einmal auf dem Boden eingemottet hatte (siehe Bild). Mittlerweile habe ich Erfahrungen mit preiswerten modernen Empfängern gesammelt - und dabei festgestellt, dass solch eine alte Analogkiste wie der Grundig2400 in der Signaldarstellung, und darauf kommt es ja nicht zuletzt an, verdammt gut ist. Also: Gerade derjenige, der noch solch eine alte Kiste herumstehen hat, hat gute Chancen, dass alles auf Anhieb klappen wird. .


Grundig Satellit2400 - ein alter SSB-Empfänger

In den Massenelektromärkten findet man als SSB-fähigen Empfänger derzeit zumeist den ICFSW7600GR von Sony, der in der Preislage zwischen 180 und 200 Euro angeboten wird. Das ist ein Empfänger, mit dem sich Wetterdaten empfangen und dekodieren lassen.


Sony7600GR - Weltempfänger, der auch in Elektromassenmärkten angeboten wird

Etwas mehr Geld, nämlich zwischen 195 und 250 Euro muß man bei den größeren Seglerausstattern sowie den Spezialhändlern (ich kann hier aufgrund guter Erfahrungen die Firma Thiecom empfehlen, deren Angebote meistens am unteren Rand der Preisskala liegen, und über eine gute Kundenbetreuung verfügen) für den ATS909 von Sangean anlegen. Im Vergleich zum 7600GR erschienen mir die Signale stärker, die Selektvität ist eindeutig höher (Bandbreite in SSB: 40Hz!), die Bedienung ist durchsichtiger, eine bessere externe Antenne ist beigefügt, man hat anstatt 100 mehr als 300 Speicherplätze, und auch das Netzteil fehlt nicht. Wer dagegen nicht SSB, sondern konventionellen Kurzwellen-Fernrundfunk hören möchte, ist wiederum mit dem Sony einen Tick besser bedient, weil der Synchrodetektor die für Kurzwelle typisch schwankende Empfangsqualität ganz klar verbessert. Ein echter Nachteil des ATS909 besteht darin, dass es nicht möglich, die besonders verlässlich zu empfangenen Wettermeldungen, die auf 147,3kHz ausgesendet und mit "schlechten" Empfängern auch auf der untersten Empfangsfrequenz von 150kHz noch dekodiert werden können, zu empfangen. Denn der Empfangsbereich des Sangean beginnt leider erst bei 153kHz.


Sangean909 - Weltempfänger, wie er vielfach bei Seglerausstattern angeboten wird.

Ob der sehr preiswerte ATS505 von Sangean, der im Bereich um 100 Euro kostet, für Wetterdatenempfang ebenfalls brauchbar ist, kann ich nur vermuten, habe ich aber nicht ausprobieren können. Ein mit Sicherheit brauchbarer Empfänger ist der ICF-SW77-2 von Sony, der in der Literatur als gut bewertet wird, allerdings auch um die 500 Euro kostet. Als ein vergleichbar guter Empfänger kann sicher auch der NASA-HF-4 eingeschätzt werden, für den zwischen 299 und 349 Euro hingelegt werden müssen. Hier stehen den guten KW-Eigenschaften die fehlende Kompaktheit (man ist z.B. auf eine externe Antenne angewiesen) sowie insbesondere der fehlende UKW-Radio-Teil entgegen. Mit den letzt genannten Empfängern bewegt man sich auf die wirklich guten (also trennscharfen, empfindlichen, grossisgnalfesten, frequenzstabilen) SSB-Empfänger mit schmalen SSB-Filtern aus dem Amateurfunkbereich zu, wie sie z.B. bei (WIMO) angeboten werden.

Sofern eine gute externe Antenne vorhanden ist, lohnt auch ein Blick auf einen SSB-fähigen Scanner zu werfen. Insbesondere die Scanner, die lückenlos von 100kHz bis über 2GHz empfangen können - der Alinco DJ-X10 wäre solch ein vielversprechendes Gerät im Einstiegspreisbereich zwischen 350 und 400 Euro -, sind prinzipiell in der Lage, metereologische Daten auch von Satelliten zu empfangen. Dann zeigt sich mit einem Mal, dass das Thema Wetterdatenempfang aufwändig werden kann. Was insbesondere dann gilt, wenn man Wetterkarten aus professionellen Synop-Daten gewinnen möchte. Aber genau darum soll es hier nun nicht gehen. Scanner unterhalb der Topklasse stehen im Ruf, speziell auf Kurzwelle weitgehend taub zu sein, der DJ-X10 wäre ein Versuch wert. Auf Erfahrungen kann ich hier bislang leider nicht verweisen.

Wenn man sich Zeit lassen und Geld sparen möchte, dann kann man sich auch bei Gebrauchtgeräten umsehen. So findet man häufiger ein Angebot wie das eines "Intersound WE-216M", der baugleich zum "ATS-803A", "ESKA 33" oder "Siemens RK-651" ist. Diese Geräte verfügen für den SSB-Empfang über zwei Bandbreiten (6.8/ 2.8 kHz) und einen BFO zur Feinabstimmung. Frequenzen können über ein Zahlenfeld direkt eingegeben werden, es stehen neun Speicher und eine Uhr bzw. Timer zur Verfügung. Das sind technisch relativ einfache Empfänger mit inzwischen vergleichsweise geringem, aber ich denke: ausreichendem, Komfort. Sie werden zumeist im Bereich um die 50 Euro gehandelt. Dass die mangelnde Präzision solcher einfacher Empfänger auch funktional sein kann zeigt sich darin, dass man mit einer solchen Kiste problemlos die Wetterdaten, die auf 147.3kHz gesendet werden, auch noch auf 150kHz empfangen und dekodieren kann.


Intersound WE216 - Ein einfacher, brauchbarer Weltempfänger

Man liest häufiger, insbesondere in der älteren Literatur, dass das Mitschreiben von Wetterdaten auf Kurzwelle nur mit besonders guten, ergo besonders teuren, Empfängern gelingt. Nachgewiesenermassen reichen für den Empfang von DWD- und Norwood-Wetterdaten zumindest in der Mitte Schleswig-Holsteins die hier genannten Empfänger aus. Aber natürlich ist das bessere besser. Und ich habe auch feststellen müssen, dass ich meinen alten Analog-Empfänger zunächst unterschätzt hatte. Natürlich reicht er nicht an die Frequenzstabilität und den Komfort etwa bei der Frequenzwahl der modernen Empfänger heran, doch zugleich erzeugt er deutlicher lesbare Wetterfaxe als die oben genannten Empfänger ATS909, WE216 und Sony7600GR.

Generell gilt, dass jeder Empfänger auf Betriebstemperatur sein sollte, bevor es an den entscheidenden Empfang geht. Und: Es sollte wenn irgend machbar eine externe Antenne angeschlossen werden, insbesondere wenn das Boot etwa aufgrund von Regen rundherum nass sein sollte. In solchen Fällen kann man mit einer Ausziehantenne in den wneigsten Fällen ein verwertbares Signal finden.

Wer es in Bezug auf Empfänger genauer wissen möchte, dem sei das Buch "Weltempfänger Testbuch" empfohlen, das alljährlich im Siebel Verlag (Meckenheim) erscheint. Dieses Buch stellt alle aktuell auf dem Markt erhältlichen Geräte ausführlich vor und kostet vermutlich immer noch um die 14 Euro.

Nun zum PC, zu dem man wenig sagen muss. Es muss halt ein Rechner mit Soundkarte und den dafür typischen Anschlüssen (Line-In, Mikrofon) sein, auf dem zumindest ein Win95 läuft. Falls man einen Laptop benutzt, der nicht am Internet angeschlossen ist, ist zum Transfer von Dekodier-Software entweder ein Ethernetanschluss oder ein CD-Rom-Laufwerk notwendig, weil die Software nicht auf eine Diskette passt. Schön wäre es, wenn der Rechner möglichst wenig Störstrahlung absondert, die den KW-Empfang eines in der Nähe befindlichen Empfänger erfahrungsgemäß beträchtlich beeinträchtigen kann.

Und auch zum Verbindungskabel von Empfänger und Rechner ist nur wenig mehr zu sagen, als das, was schon gesagt wurde: Es muss sich um ein Kabel handeln, das an beiden Enden einen 3.5mm-Stecker aufweist. Ob es sich dabei um Mono- oder Stereo-Stecker handelt, ist gleichgültig, in der Regel wird es sich um ein Stereostecker handeln. Ein Stereostecker hat den Vorteil, dass er nur zur Hälfte reingesteckt, sowohl ein Signal auf dem Rechner anzeigen als auch das Signal noch akustisch am Empfänger hörbar ist, was insbesondere beim Abstimmen auf schwache Signale hilfreich ist. Die Stecker müssen in die jeweils zusammengehörigen Buchsen von Empfänger und Rechner eingesteckt werden. Konkret: Wenn der Empfänger über eine Line-Out-Buchse verfügt, dann sollte das Kabel in den Line-In-Eingang der Soundkarte gesteckt werden und der entsprechende Line-In-Regler des zur Soundkarte gehörigen Programms geöffnet werden. Wenn der Empfänger nur über einen Kopfhöhrerausgang verfügt, dann sollte der Stecker an der Soundkarte in den Mikrofon-Eingang gesteckt werden (und ebenfalls der richtige Regler im Soundprogramm geöffnet und eingepegelt werden). Die Line-Verbindung ist der Kopfhöhrer-Mikrofon-Verbindung vorzuziehen, weil ein Line-Signal weniger verzerrt ist.

3 Software: Dekodierprogramme                           

Sofern die Hardware-Infrastruktur steht, muss die nötige Software aus dem Internet besorgt werden. Es gibt eine recht große Auswahl an Programmen, die alle Ähnliches können. Empfehlen möchte ich MMTTY und JVCOMM32 allein deshalb, weil mit ihnen der Einstieg leicht klappt und sie über einen großen Funktionsumfang verfügen. Im Detail: MMTTY ist ein kostenlos zur Verfügung gestelltes Programm, es eignet sich insbesondere zum Empfang der Wettermeldungen des Deutschen Wetterdienstes DWD. Es ist für die Bedürfnisse von Amateurfunkern ausgelegt und somit etwas aufwändiger in der Handhabung. JVcomm32 kann als voll funktionsfä hige Demoversion, die lediglich einige Demo-Stempel in die Grafiken eindruckt, bezogen werden. JVComm macht insbesondere Wetterfaxempfang komfortabel, es kann jedoch ebenso wie MMTTY die DVD-Wettermeldungen (und noch eine ganze Reihe anderer Modi) umsetzen.

Ich werde mich hier, allein um die Darstellung knapp halten zu können, auf die Beschreibung der Handhabung von JVcomm32 sowohl für Wetterdaten und Wetterfax beschränken. Tatsächlich benutze ich für den Wetterdatenemmpfang lieber MMTTY.

  • MMTTY
  • JVcomm32

Nach dem Download von JVcomm32 muss das Programm in der unter Windows üblichen Weise ausgepackt und installiert werden. Die Dokumentation des Programmes ist ausgezeichnet.

4 Sende-Frequenzen und -Zeiten                          

Spätestens nachdem Hardware- und Software installiert und konfiguriert sind, heisst es, sich für die Frequenzen und Sendezeiten der Wetterdaten-Sendungen zu interessieren.

Vorweg: Sendezeiten werden üblicherweise in UTC (universelle Weltzeit) angegeben. UTC und MESZ (mitteleuropäische Sommerzeit) liegen 2 Stunden auseinander. Es gilt: MESZ = UTC + 2 Stunden. Wenn man also wissen will, wann die Sendung gemäß mitteleuropäischer Sommerzeit erfolgen wird, muss man zur UTC-Angabe 2 Stunden hinzufügen. Die nachfolgenden Angaben zu den Sendezeiten habe ich in MESZ angegeben.

Meine erste DWD-Wetterkarte habe ich am frühen Abend auf der Frequenz 3855kHz empfangen. Das größte Problem bestand zunächst darin, dass der Deutsche Wetterdienst nur sporadisch Wetterfaxe sendet und ich eine zeitlang ratlos war, warum ich auf dieser Frequenz weder etwas Aufallendes hören konnte noch sich am Bildschirm irgendetwas Sinnvolles abzeichnete. Ich vermutete schon, dass mein Empfänger nicht hinreichend geeignet ist. Doch dann ging die Sendung los... Ein optimaler Empfang ist gegeben, wenn die Frequenz um 1kHz höher in der Anzeige als in der Sendeliste ausgewiesen, also in diesem Falle auf 3856kHz, eingestellt wird. Eine Tabelle mit den Sendezeiten kann im Internet abgerufen werden. (Sendeplan DWD, Wetterfax).

Die DWD-Wetterdaten hatte ich als erstes auf der Frequenz 4585kHz (Frequenzanzeige des Empfängers) gesehen. Bei diesem Dienst werden beständiger als beim Faxdienst Daten gesendet, viele davon allerdings verschlüsselt. Wenn keine verständlichen Texte erscheinen, so zeigt die zumeist gruppierte Darstellung der Zeichen an, dass man die technischen Parameter korrekt eingestellt hat und das Dekodieren funktioniert. Ein Seewetterbericht zur Nord- und Ostsee wird laut Sendeplan bspw. um 07.35 und 07.50, die Sturmwarnungen um 08.00 Uhr MESZ gesendet. Dieses Sendeschema wird dann, wieder laut Sendeplan, nachfolgend alle 3 Stunden wiederholt (10.35/ 13.35/ 16.35/ 19.35 Uhr). Das lässt sich doch merken. Besonders interessant ist auf dieser Frequenz, aus der Sicht des Ostsee-Seglers, die "Sondersendung" mit der 5-Tage-Windprognose für die Nord- und Ostsee, die um 17.05 Uhr beginnt. Allerdings: Wenn man um 10.45 und um 17.45 auf der Frequenz 147.3kHz (bzw. ebensogut auf 150kHz) lauscht, wird diese Prognose ebenfalls auf den Bildschirm erscheinen. (Sendeplan DWD, Wettervorhersagen)

Im Laufe der nächsten Tage stellte ich fest, dass ich die Wetterfax-Sendungen aus Norwood regelmässiger und in besserer Qualität empfangen konnte als die des DWD. Deshalb empfehle ich für erste Wetterfax-Empfangsversuche, es mit einer Norwood-Frequenz zu probieren, die auf 8041kHz (Frequenzanzeige des Empfängers) gesendet wird. Das Sendeschema ist wie folgt: Zur vollen Stunde gibt es entweder eine Analyse (z.B. 11.00, 13.00, 14.00) oder eine 24h-Prognose der Luftdruckverteilung am Boden (z.B. 10.00, 12.00, 15.00), dazwischen lassen sich (um x.24, x.36 und x.48) verschiedene Spezialkarten (Wind-Verteilungen, Seegang usw.) empfangen. Um 11.48 und 17.48 werden Sturmwarnungen rausgegeben. Und auch der Sendeplan von Norwood erfolgt natürlich per Faxdaten, und zwar um 16.24 - zur Erinnerung: ich habe sämtliche Uhrzeiten hier gemäss Mitteleuropäischer Sommerzeit angegeben.

Sollte Ihr SSB-Empfänger schon sehr alt und über keine digitale Frequenzanzeige verfügen, dann ist es für das Finden eines Wetterdaten-Senders hilfreich, den Klang des gesuchten Signals für die Datenübertragung bzw. Wetterfax zu kennen. Beide Formen der Datenübertragung sind charakteristisch, lassen sich leicht erkennen und unterscheiden, wie man sich anhand der beiden ca. 4 Sekunden währenden Aufnahmen überzeugen kann:

Nachfolgend komme ich zur Einstellung des Dekodierprogramms JVComm32. Ich gehe davon aus, dass der Empfänger und der PC mit dem Klinke-Klinke-Kabel verbunden sind, dass die Software korrekt installiert ist und im Lautsprecher des Rechners das Signal bzw. das Rauschen des Empfängers zu hören ist.

5 Empfang von Wetterfaxen                                  

Stellen Sie den Empfänger auf die Frequenzanzeige 8041kHz auf dem unteren Seitenband ("LSB" - Lower Side Band) ein. Sollten Ihr Empfänger ein Rädchen bzw. einen Knopf zur Feineinstellung haben, bei älteren Geräten wird dieses als "BFO" bezeichnet, so stellen sie diese mittig ein, damit sowohl nach oben als auch nach Spiel ist. Falls der Kopfhöhrerausgang genutzt wird, sollten die Regler für Tonhöhen auf Neutral stehen. Für die Regelung der Lautstärke gibt es in JVComm eine Anzeige (grüne Anzeige). Der Lautstärkeregler sollte so eingestellt werden, dass der Balken im grünen Bereich bis etwa an die Marke heranreicht. Man muss eventuell aber auch bei einer Line-In/ Line-Out-Verbindung die Lautstärke mit dem Programm zur Regelung der Soundkarten Ein- und Ausgänge einstellen. Im nachfolgenden Bild sind die Parameter alle so angezeigt, dass man bei der Suche des Wetterfaxsignals die größten Erfolgsaussichten hat.

JVComm-Einstellungen für den Empfang eines Wetterfaxes

Im Spectrum-Fenster sollte sich beim vorsichtigem Hin- und Her-Drehen am Feintuning-Regler eine Glockenkurve der folgenden Art zeigen:

Spectrum-Form eines Faxsignals

Dieser in der Grafik gezeigte Kurvenverlauf bestätigt, dass man ein Faxsignal zu fassen hat. In diesem hier gezeigten Beispiel war das Signal ziemlich verrauscht, bei besserem Empfang ist der Kurvenverlauf steiler, bzw. die Kurve selbst schmaler.

Die Kurve muss so getrimmt werden, dass Sie über der Markierung "White" steht. Dadurch wird das Fenster "Fax-RX-Window", in das das Fax hineingeschrieben wird, beständig mit weissen Pixeln gefüllt. Und nur hin und wieder wird dieser hohe Ton kurz von einem tieferen Ton unterbrochen und dies dann als nichtweisses Pixel im Fenster, sprich: Schwarzlassen dieser Stelle, abgelegt. Auf diese Weise entsteht, nach typischerweise 11 Minuten, eine Schwarz-Weiss-Grafik im Fenster. Voila, das Wetterfax.

Um eine Wetterfax-Sendung aufzuzeichnen, gibt es zwei Wege. Man kann in JVComm rechts unten die grüne Playtaste anklicken. Dann wird das Empfangsfenster sofort Pixelzeile für Pixelzeile gefüllt, ganz gleich ob ein Fax-Signal wirklich anliegt oder nicht. Dieser Modus kann dann sinnvoll genutzt werden, wenn man mitten in eine Faxsendung hineingerät und gern noch den verbliebenen Rest aufzeichnen möchte. Ein optimales Bild erreicht man jedoch dann, wenn man den Start des Bildempfang automatisch ausführen lässt. Dies gelingt durch Anklicken der mittleren gelben "Taste". Wenn ein hinreichend klares Signal anliegt, dies ist wie gesagt meist am frühen Abend der Fall, dann springt auch die Automatik verlässlich an. Die Grafiken werden nach dem vollständigen Empfang automatisch im PNG-Format auf Festplatte abgelegt. In der Voreinstellung bleiben immer die letzten 20 Faxdateien erhalten, die Vorläufer davon werden gelöscht.

Bei ersten Experimenten mit dem Wetterfaxempfang werden die Daten wahrscheinlich nach rechts weglaufen, der Bildinhalt wird schief aufgezeichnet. Man kann diesen Schräglauf komfortabel korrigieren. Wie diese Korrektur auszuführen ist, wird in der Doku ausführlich beschrieben.

6 Empfang von Wettermeldungen                         

Stellen Sie den Empfänger nun auf die Frequenzanzeige von 4585kHz auf dem unteren Seitenband ("LSB") ein. Der Regler zum Feintuning des SSB-Empfangs sollte mittig stehen, damit sowohl nach oben als auch nach unten Spiel ist. Falls der Kopfhöhrerausgang genutzt wird, sollten die Regler für Tonhöhen auf Neutral stehen. Für die Lautstärke gibt es eine Anzeige in JVComm (hier: grüne Anzeige). Der Lautstärkeregler sollte so eingestellt werden, dass der Balken im grünen Bereich bis etwa an die Marke heranreicht. Im nachfolgenden Bild sind die Parameter angezeigt, die bei der Suche des Wetterfaxsignals die größten Erfolgsaussichten bieten:

JVComm-Einstellungen für den Empfang von Wetterdaten

Das Marksignal liegt auf 1360Hz, der Unterschied zwischen dem Mark- und dem Space-Ton beträgt 450Hz, 225Hz oberhalb von 1360Hz und 225Hz unterhalb. Die Datenrate beträgt 50 Baud, das entspricht 10 Zeichen pro Sekunde (im Baudot-Standard wird jedes Zeichen mit 5 Bit codiert). In dem Fenster "Spectrum" müssen die beiden Zustände Mark und Space wie folgt angezeigt werden:

Spectrum-Form eines (RTTY-)Datensignals

Im Unterschied zum Fax kann man hier also beide Zustände Mark und Space gleichmässig stark ausgeformt sehen. Je besser der Empfang, desto steiler werden die beiden Peaks über Mark und Space angezeigt, desto fehlerfreier sind die empfangenen Daten. Wenn die Peaks ein klein wenig links oder rechts von den Marken liegen, oder wenn die Shiftdifferenz zwischen dem höchsten und dem niedrigsten Ton nicht perfekt getroffen wird, bestehen trotzdem gute Chancen, dass ein lesbarer Text erscheint.

An dieser Stelle gibt es unter Umständen eine ärgerliche Fussangel: Mit meinem Analogempfänger werden die Daten ohne weitere Justage korrekt dekodiert angezeigt. Bei den Empfängern ATS909, 7600GR sowie dem WE-216M musste dagegen die Option "Revers" bzw. "REV" angeschaltet werden, damit das Signal korrekt dekodiert wurde. Den Grund für die Vertauschung von Mark und Space kann ich nicht nennen.

Möchte man einen Analogempfänger der Billigklasse, bei dem mehr oder weniger langsam die Frequenz wegläuft, so dass sich die Peaks nicht mehr über Mark und Space stehen, unbeaufsichtigt laufen lassen, so empfiehlt es sich, den Knopf AFC anzuschalten. Diese automatische Frequenzkontrolle sorgt dafür, dass die Marken für Mark und Space parallel mit dem Weglaufen der Frequenz driften. Weil man zudem nach einiger Zeit, in welche Richtung der Empfänger wegläuft, kann man etwas vorhalten und dann das warmgelaufene Gerät durchaus für mehrere Stunden unbeaufsichtigt lassen.

Wenn alles stimmt, wird man mit einem Text wie im folgenden Beispiel belohnt:


MEDIUM RANGE - WEATHER AND SEA BULLETIN FOR THE BALTIC SEA
ISSUED BY MARINE WEATHER SERVICE HAMBURG
28.04.2002 14 UTC:
 
GENERAL SYNOPTIC SITUATION
LARGE SYSTEM OF LOW PRESSURE WITH CENTRES 983 NORWEGIAN
SEA, 980 NORTHWEST OF THE HEBRIDES, 990 SOUTHSWEDEN ALL
TOGETHER NEARLY UNCHANGED, TUESDAY 1000 IN THE AREA OF
OSLO-, 995 NOWEGIAN SEA, 982 WEST OF THE HEBRIDES THURSDAY
995 SCOTLAND, 998 NORWEGIAN SEA AS WELL AS SECONDARY
DEPRESSION 1000 CENTRAL GERMANY. HIGH PRESSURE ZONE 1030
EASTERN RUSSIA T FIRST NEARLY UNCHANGED, THURSDAY
WEAKENING A LITTLE. HIGH PRESSURE ZONE 1033 IN THE AREA OF
AZORES WITH RIDGE 1010 CENTRAL EUROPE AT FIRST NEARLY
UNCHANGED, FROM WEDNESDAY OVER CENTRAL EUROPE WEAKENING.
 
EXPECTET GENERAL SYNOPTIC SITUATION FOR FRIDAY:
HIGH 1033 RUSSIA, WITH RIDGE 1015 ROMANIA, LOW PRESSURE ZONE
1012 IN THE AREA OF OSLO-, 1000 BAVARIA, 999 GULF OF GENOA, AND
A HIGH 1033 AZORES, WITH RIDGE 1020 FAEROES AND ANOTHER RIDGE
1015 INTERIOR BAY OF BISCAY.
 
DWD FORECAST OF SU, 28/04/2002  0 UTC:
 
WIND FORCE: BEAUFORT, WAVE HEIGHT: METRE
 
SKAGERRAK (57.5N  8.9E) SST:  8 C
MO 29. 00Z: SE    5-6  /  6-7  1.5 M //
MO 29. 12Z: S     4-5  /        1  M //
TU 30. 00Z: E     4-5  /        1  M //
TU 30. 12Z: W     4-5  /        1  M //
WE 01. 00Z: S-SW  4-5  /        1  M //
WE 01. 12Z: SE-S   6   /  7-8  2.5 M //
TH 02. 00Z: S-SW  5-6  /   7   1.5 M //
TH 02. 12Z: SE-S   4   /        1  M //
FR 03. 00Z: NW-N  2-3  /       0.5 M //
FR 03. 12Z: N      5   /  6-7   1  M //
 
KATTEGAT (56.5N 10.8E) SST:  8 C
MO 29. 00Z: S     4-5  /       0.5 M //
MO 29. 12Z: S      5   /   7   0.5 /. //
TU 30, 80Z: '     4-5  /       0.5 M //
TU 30. 12Z: SW-W  4-5  /  6-7   1  M //
WE 01. 00Z: S-SW  4-5  /       0.5 M //
WE 01. 12Z: SE-S   6   /   7    1  M //
TH 02. 00Z: S-SW  4-5  /   7    1  M //
TH 02. 12Z: SE-S   3   /       0.5 M //
FR 03. 00Z: N     4-5  /       0.5 M //
FR 03. 12Z: N-NE  2-3  /       0.5 M //
 
BELTS/SOUND (55.5N 10.9E) EST:  8 C
MO 29. 00Z: S     5-6  /   7    1  M //
MO 29. 12Z: S-SW  5-6  /   7    1  M //
TU 30. 00Z: SW    5-6  /  7-8  0.5 M //
TU 30. 12Z: SW-W   6   /   7    1  M //
WE 01. 00Z: S     4-5  /       0.5 M //
WE 01. 12Z: SE-S  5-6  /  6-7   1  M //
TH 02. 00Z: S-SW   4   /       0.5 M //
TH 02. 12Z: S-SW  0-2  /       0.5 M //
FR 03. 00Z: N      5   /       0.5 M //
FR 03. 12Z: N     3-4  /       0.5 M //
 
WESTERN BALTIC (54.7N 12.4E) SST:  8 C
MO29. 00Z: /'     5-6  /   7    1  M //
MO 29. 12Z: S      4   /        1  M //
TU 30. 00Z: S-SW  5-6  /  7-8  1.5 M //
TU 30. 12Z: SW-W  6-7  /   8   1.5 M //
WE 01. 00Z: S-SW   4   /       0.5 M //
WE 01. 12Z: SE    4-5  /       0.5 M //
TH 02. 00Z: S-SW  3-4  /       0.5 M //
TH02. 12Z: NE    0-2  /       0.5 M //
FR 03. 00Z: E      3   /       0.5 M //
FR 03. 12Z: W-NW  0-2  /       0.5 M //
 
SOUTHERN BALTIC (54.6N 15.7E) SST:  6 C
MO 29. 00Z: S      5   /  6-7   1  M //
MO 29. 12Z: S-SW   4   /        1  M //
TU 30. 00Z: S      5   /  6-7   1  M //
TU 30. 12Z: SW     6   /   7   1.5 M //
WE 01. 00Z: SW     4   /        1  M //
WE 01. 12Z: SE     4   /       0.5 M //
TH 02. 00Z: SE-S  5-6  /   7    1  M //
TH 02. 12Z: SE    4-5  /       0.5 M //
FR 03. 00Z: SE    5-6  /   7    1  M //
FR 03. 12Z: SE    4-5  /  6-7   1  M //
 
SE-BALTIC (56.2N 17.8E) SST:  6 C
MO 29. 00Z: SE-S   6   /   8   1.5 M //
MO 29. 12Z: S     4-5  /       1.5 M //
TU 30. 00Z: S      5   /        1  M //
TU 30. 12Z: SW   N5-6  /   7 ' 1.5 M //
WE 01. 00Z: SW-W   5   /  6-7   1  M //
WE 01. 12Z: SE-S  4-5  /       0.5 M //
TH 02. 00Z: SE-S  6-7  /  8-9  1.5 M //
TH 02. 12Z: SE    5-6  /  6-7  1.5 M //
FR 03. 00Z: SE     6   /  7-8  1.5 M //
FR 03. 12Z: SE     6   /  7-8   2  M //
 
CENTRAL BALTIC (58.1N 20.2E) SST:  6 C
MO 29. 00Z: SE     5   /       0.5 M //
MO 29. 12Z: SE-S   5   /  6-7  1.5 M //
TU 30. 00Z: SE-S  4-5  /        1  M //
TU 30. 12Z: S      5   /  6-7   1  M //
WE 01. 00Z: S-SW  4-5  /        1  M //
WE 01. 12Z: S-SW   4   /       0.5 M //
TH 02. 00Z: SE-S  5-6  /  6-7   1  M //
TH 02. 12Z: SE-S  5-6  /   7   1.5 M //
FR 03. 00Z: SE-S  5-6  /  6-7   1  M //
FR 03. 12Z: SE-S  5-6  /  6-7  1.5 M //
 
NORTHERN BALTIC (59.9N 20.9E) SST:  4 C
MO 29. 00Z: S     3-4  /       0.5 M //
MO 29. 12Z: SE     6   /   8   1.5 M //
TU 30. 00Z: SE     5   /        1  M //
TU 30. 12Z: S     4-5  /        1  M //
WE 01. 00Z: S     4-5  /        1  M //
WE 01. 12Z: S-SW  4-5  /        1  M //
TH 02. 00Z: SE-S   5   /  6-7   1  M //
TH 02. 12Z: S      6   /  7-8  1.5 M //
FR 03. 00Z: S      5   /  6-7   1  M //
FR 03. 12Z: SE-S  5-6  /  6-7  1.5 M //
 
GULF OF RIGA (57.8N 23.5E) SST:  3 C
MO 29. 00Z: S-SW  3-4  /       0.5 M //
MO 29. 12Z: SE-S  5-6  /   7    1  M //
TU 30. 00Z: SE-S   5   /  6-7   1  M //
TU 30. 12Z: S-SW  3-4  /       0.5 M //
WE 01. 00Z: SW     4   /       0.5 M //
WE 01. 12Z: SW     3   /       0.5 M //
TH 02. 00Z: SE-S  4-5  /       0.5 M //
TH 02. 12Z: SE-S  4-5  /       0.5 M //
FR 03. 00Z: SE-S   5   /  6-7  0.5 M //
FR 03. 12Z: SE-S  5-6  /   7   0.5 M //
 
GULF OF FINLAND (60.0N 25.8E) SST:  1 C
MO 29. 00Z: SE-S  3-4  /       0.5 M //
MO 29. 12Z: SE-S   4   /       0.5 M //
TU 30. 00Z: SE-S  4-5  /       0.5 M //
TU 30. 12Z: SE-S  4-5  /  6-7   1  M //
WE 01. 00Z: SW     3   /       0.5 M //
WE 01. 12Z: SW     4   /       0.5 M //
TH 02. 00Z: S-SW  2-3  /       0.5 M //
TH 02. 12Z: S      4   /       0.5 M //
FR 03. 00Z: S     4-5  /       0.5 M //
FR 03. 12Z: S     4-5  /       0.5 M //
 
SEA OF ALAND (61.0N 20.0E) SST:  3 C
MO 29. 00Z: SE-S  4-5  /        1  M //
MO 29. 12Z: SE    6-7  /  7-8   1  M //
TU 30. 00Z: SE-S  5-6  /   7   1.5 M //
TU 30. 12Z: SE-S   5   /        1  M //
WE 01. 00Z: S      5   /  6-7   1  M //
WE 01. 12Z: S      4   /       0.5 M //
TH 02. 00Z: S     5-6  /  6-7   1  M //
TH 02. 12Z: S     6-7  /  8-9   2  M //
FR 03. 00Z: S     5-6  /   7   1.5 M //
FR 03. 12Z: SE-S   6   /   7   1.5 M //
 
SEA OF BOTHNIA (62.0N 19.5E) SST:  1 C
MO 29. 00Z: SE-S  4-5  /   7   1.5 M //
MO 29. 12Z: SE    4-5  /       0.5 M //
TU 30. 00Z: SE     6   /  7-8  1.5 M //
TU 30. 12Z: SE-S  4-5  /        1  M //
WE 01. 00Z: SE-S   5   /        1  M //
WE 01. 12Z: S      4   /       0.5 M //
TH 02. 00Z: S     5-6  /  6-7   1  M //
TH 02. 12Z: S     6-7  /   9   2.5 M //
FR 03. 00Z: S      5   /       1.5 M //
FR 03. 12Z: SE-S  5-6  /   7   1.5 M //
 
QUARK (63.7,1.0E) SST:  0 C
MO 29. 00Z: S      4   /        1  M //
MO 29. 12Z: SE    2-3  /       0.5 M //
TU 30. 00Z: SE    4-5  /       0.5 M //
TU 30. 12Z: SE    3-4  /       0.5 M //
WE 01. 00Z: S     2-3  /       0.5 M //
WE 01. 12Z: S     3-4  /       0.5 M //
TH 02. 00Z: S     4-5  /       0.5 M //
TH 02. 12Z: S     6-7  /   8   1.5 M //
FR 03. 00Z: S-SW  4-5  /        1  M //
FR 03. 12Z: S-SW  4-5  /       0.5 M //
 
BAY OF BOTHNIA (65.0N 23.5E) SST: -1 C
MO 29. 00Z: E-SE  0-2  /       0.5 M //
MO 29. 12Z: E-SE  2-3  /       0.5 M //
TU 30. 00Z: SE-S  4-5  /       0.5 M //
TU 30. 12Z: SE    4-5  /       0.5 M //
WE 01. 00Z: SE-S  4-5  /  6-7  0.5 M //
WE 01. 12Z: S-SW   4   /       0.5 M //
TH 02. 00Z: S     4-5  /       0.5 M //
TH 02. 12Z: SE-S  5-6  /   7    1  M //
FR 03. 00Z: S-SW   5   /  6-7   1  M //
FR 03. 12Z: S-SW  4-5  /       0.5 M //
 
LEGEND: GRIDPOINT FORECASTS:
WINDBC DIRECTION, FORCE (SPEED)/
GUSTS PAST 12 HRS
SIGNIFICANT TOTAL WAVE HEIGHT(M)//
SST: SEA SURFACE TEMPERATURE (DEG C)
--- MEANS: NO VALUE AVAILABLE
FORECASTS ARE VALID FOR THE AREA CENTRE
AND ARE BASED ON MODEL-COMPUTATION OF
DEUTSCHER WETTERDIENST
(GERMAN WEATHER SERVICE)
 
SEEWETTERDIENST HAMBURG=

Um die besonders solide empfangbaren Wetterdaten-Meldungen, die auf 147.3kHz gesendet werden, auch auf 150kHz, das ist leider die unterste Empfangsfrequenz typischer Weltempfänger, empfangen zu können, stellt man die Mittenfrequenz auf 1700 Hz und den Shift auf 85Hz ein. In der Praxis auf dem Boot war diese Frequenz, auch bei einem klatschnassen Schiff und mit nur interner Antenne, noch zu empfangen.

So, das war es auch schon. Abschliessend möchte ich noch ein paar weiterführende Hinweise zum Wetter und Wetterdatenempfang geben.

7 Weitere Links und Hinweise...                            

NORWOOD, UK

2618.5 / 4610.0 / 8040.0 / 14436.0 / 18261.0kHz

HAMBURG-DWD, GER

3855.0 / 7880.0 / 13882.5kHz

  • Eine amtliche Frequenzübersicht finde man im "Yachtfunkdienst - Nord- und Ostsee" (Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrogaphie - nfs@n2.hamburg.bsh.de / http://www.bsh.de), die man für 18 Euro beziehen kann.

Nachfolgend habe ich eine Liste erstellt, in der nach Sendezeiten sortiert all diejenigen Sendungen aufgeführt sind, die speziell über die Ostsee-Wetterlage unterrichten. Wenn jemand solche eine Übersicht auch für die Nordsee-Wetterlage erstellt, würde ich mich freuen, schickte er sie mir zu, damit das Thema hier abgerundet werden kann.

Chronlogische Anordnung von Wettersendungen zum Gebiet Ostsee (Stand: 2002/07)

GZ/MESZ

Inhalt

Form

Sender

0545

Wetterlage/Prognos

Sprache

DR

0600

Sturmwarnungen

RTTY

DWD-2

0604

grob Wett/Prog

Sprache

NDR2

0640

Wela/Prog/nauWarn

Sprache

DLF

0704

grob Wett/Prog

Sprache

NDR2

0717

Luftdruck 30h

Fax

DWD-1

0724

Luftdruckprog 24h

Fax

NW

0725

Ldruck-Analy+Vpf

Fax

DWD-1

0735

Seewetterbericht

RTTY

DWD-2

0750

Seewetterbericht

RTTY

DWD-2

0800

Sturmwarnungen

Fax

NW

0804

grob Wett/Prog

Sprache

NDR2

0830

Wela/Prog/nauWarn

Sprache

NDR4

0830

WetPrognose 48h

RTTY

DWD-3

0845

Wett/Prog/nautWarn

Sprache

DP07

0845

Wetterlage/Prognos

Sprache

DR

0900

Sturmwarnungen

RTTY

DWD-2

0900

Sturmwarnungen

Fax

NW

0904

grob Wett/Prog

Sprache

NDR2

0917

Luftdruck 30h

Fax

DWD-1

0930

Luftdruck 48h

Fax

DWD-1

0943

Ldruck-Analy+Vpf

Fax

DWD-1

1000

Luftdruckprog 24h

Fax

NW

1004

Luftdruck 72h

Fax

DWD-1

1004

grob Wett/Prog

Sprache

NDR2

1017

Luftdruck 96h

Fax

DWD-1

1035

Seewetterbericht

RTTY

DWD-2

1045

Wett/Prog/nauWarn

Sprache

DP07

1048

Luftdruckprog 48h

Fax

NW

1050

Seewetterbericht

RTTY

DWD-2

1104

grob Wett/Prog

Sprache

NDR2

1105

Wett/Prog/nauWarn

Sprache

DLF

1105

Seewetterbericht

RTTY

DWD-3

1112

Luftdruckprog 72h

Fax

NW

1120

Seewetterbericht

RTTY

DWD-3

1145

Wetterlage/Prognos

Sprache

DR

1200

Luftdruckprog 24h

Fax

NW

1200

Sturmwarnungen

RTTY

DWD-2

1204

grobe Wett/Prog

Sprache

NDR2

1235

Prognose 5 Tage

RTTY

DWD-3

1304

grob Wett/Prog

Sprache

NDR2

1324

Luftdruckprog 96h

Fax

NW

1335

Seewetterbericht

RTTY

DWD-2

1336

Luftdruckprog 120h

Fax

NW

1345

Wett/Prog/nauWarn

Sprache

DP07

1348

Sturmwarnungen

Fax

NW

1350

Seewetterbericht

RTTY

DWD-2

1404

grob Wett/Prog

Sprache

NDR2

1405

Seewetterbericht

RTTY

DWD-3

1420

Seewetterbericht

RTTY

DWD-3

1500

Sturmwarnungen

RTTY

DWD-2

1504

grob Wett/Prog

Sprache

NDR2

0604

grob Wett/Prog

Sprache

NDR2

1635

Seewetterbericht

RTTY

DWD-2

1650

Seewetterbericht

RTTY

DWD-2

1704

grob Wett/Prog

Sprache

NDR2

1705

Prognose 5 Tage

RTTY

DWD-2

1745

Prognose 5 Tage

RTTY

DWD-3

1745

Wett/Prog/nauWarn

Sprache

DP07

1745

Wetterlage/Prognos

Sprache

DR

1748

Sturmwarnungen

Fax

NW

1800

Sturmwarnungen

RTTY

DWD-2

1800

Luftdruckprog 48h

Fax

NW

1804

grob Wett/Prog

Sprache

NDR2

1900

Luftdruckprog 48h

Fax

NW

1904

grob Wett/Prog

Sprache

NDR2

1920

Wetterbericht

TV

ZDF

1935

Seewetterbericht

RTTY

DWD-2

1936

Luftdruckprog 24h

Fax

NW

2004

grob Wett/Prog

Sprache

NDR2

2030

Wett/Prog/nauWarn

RTTY

DWD-3

2034

Luftdruck 24h

Fax

DWD-1

2045

Wett/Prog/neuWarn

Sprache

DP07

2047

Luftdruck 48h

Fax

DWD-1

2100

Sturmwarnungen

RTTY

DWD-2

2100

Sturmwarnungen

Fax

NW

2100

Luftdruck 72h

Fax

DWD-1

2104

grob Wett/Prog

Sprache

NDR2

2105

Wett/Prog/nauWarn

Sprache

DLF/DeuRa

2200

Luftdruckprog 48h

Fax

NW

2204

grob Wett/Prog

Sprache

NDR2

2205

Wett/Prog/nauWarn

Sprache

NDR4

2212

Luftdruckprog 48h

Fax

NW

2224

Luftdruckprog 72h

Fax

NW

2235

Seewetterbericht

RTTY

DWD-2

2236

Luftdruckprog 120h

Fax

NW

2245

Wetterlage/Prognos

Sprache

DR

2250

Seewetterbericht

RTTY

DWD-2

2255

Wetterbericht

TV

ARD

2300

Seewetterbericht

RTTY

DWD-3

2300

Wett/Prog/NauWarn

Sprache

RB

2304

grob Wett/Prog

Sprache

NDR2

2320

Seewetterbericht

RTTY

DWD-2

0005

Wett/Prog/nauWarn

Sprache

NDR4

 

Sender

Name des Senders

Frequenzen


 

DeuRa

Deutschlandradio

177kHz, 6005 (lwp1/swp1)

DLF

Deutschlandfunk

Wettermeldungen auf 1269/6190kHz, sonst 103.3MHz(Fl)(mwp1,swp1)

DP07

DP07 UKW-Seefunk

Kiel: K16,23,26/ Lübeck: K16,24,(27)/ Arkona: K66

DR

Danmark Radio

243kHz, 1062 (lw2/mwp1)

DWD-1

Deutscher Wetterdienst

LSB (Fax): 3856kHz, 7882, 13883 (swp2)

DWD-2

Deutscher Wetterdienst

LSB (RTTY): 4585kHz, 7648, 10102 (swp2)

DWD-3

Deutscher Wetterdienst

LSB (RTTY): 150kHz, 11041, 14468 (swp2)

NDR2

Norddeutscher Rundfunk

93.3MHz(Fl), 98.3(Ki)(fmp1)

NDR4

Norddeutscher Rundfunk

702kHz, 972, um 0005 auch 87.7Mhz (Fl) (mwp1)

NW

Norwood

LSB (Fax): 8042kHz, 4612, 2620, 11088 (swp3)

RB

Radio Bremen

936kHz (mwp1)

Notruffrequenzen: 156.525 (K70), 156.8MHz(K16), 2182kHz, 4125kHz, 6215kHz